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Was kostet ein Wohnmobil? Kaufpreis und Unterhalt im Überblick
Kaufberatung

Was kostet ein Wohnmobil? Kaufpreis und Unterhalt im Überblick

Vom Camper Van für knapp 50.000 Euro bis zum Liner für über 250.000 Euro: Hier siehst du, was neue und gebrauchte Wohnmobile kosten, welche Nebenkosten beim Kauf anfallen und mit welchen Ausgaben du jedes Jahr rechnen solltest.

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Campuna-RedaktionRedaktion

Fachredakteur für Camping-Kaufberatung & Praxis

11.09.2026
Geprüft: 11.09.2026
5 Min.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was kostet ein neues Wohnmobil je nach Aufbauart?
  2. Was treibt den Preis eines neuen Wohnmobils nach oben?
  3. Was kostet ein gebrauchtes Wohnmobil?
  4. Welche einmaligen Kosten kommen beim Kauf dazu?
  5. Was kostet ein Wohnmobil im Unterhalt pro Jahr?
  6. Wie hoch ist der Wertverlust beim Wohnmobil?
  7. Was kostet es, ein Wohnmobil zu finanzieren?
  8. Wie sieht ein komplettes Beispieljahr aus?
  9. Was kostet eine Nacht im eigenen Wohnmobil?
  10. Wie kannst du bei Kauf und Unterhalt sparen?
  11. Unser Fazit: Plane mit dem Endpreis und den echten Jahreskosten
  12. Häufige Fragen
  13. Quellen & Transparenz
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Das Wichtigste in Kürze

Für alle, die ein Wohnmobil kaufen wollen: So kalkulierst du Kaufpreis, Nebenkosten und den jährlichen Unterhalt realistisch, bevor du unterschreibst.

  • Bei Carado startet der Camper Van ab 48.249 Euro, der Teilintegrierte ab 57.899, der Alkoven ab 60.299 und der Integrierte ab 76.699 Euro. Liner beginnen laut promobil bei 158.990 Euro.
  • Zum Listenpreis kommen laut promobil 1.000 bis 2.000 Euro für Fracht, Abnahme und Zulassung, dazu Pakete und Zubehör wie Markise, Fahrradträger oder Solaranlage.
  • Ein 3,5-Tonner mit Schadstoffklasse S 4 kostet 240 Euro Kfz-Steuer im Jahr. Für die Vollkasko nennt AUTO ZEITUNG rund 500 bis über 1.500 Euro jährlich.
  • Steuer, Versicherung, Prüfungen, Inspektion und Winterplatz summieren sich in unserem Beispiel auf rund 1.570 bis 3.880 Euro im Jahr, ohne Sprit und Kredit.
  • Der größte Posten ist meist der Wertverlust: Nach einer PiNCAMP-Faustregel verliert ein Wohnmobil im ersten Jahr rund 20 Prozent, bei 60.000 Euro also etwa 12.000 Euro.

Der Carado CV540 auf Peugeot steht in der Herstellerliste mit 48.249 Euro. Für einen Concorde Carver 790 LI nennt promobil mindestens 268.450 Euro. Auf die Frage was kostet ein Wohnmobil gibt es also keine einzelne Zahl. Aufbauart, Basisfahrzeug und Ausstattung machen schnell einen Unterschied von mehreren hunderttausend Euro.

Mit dem Kaufpreis allein ist es nicht getan. Wer nur ihn im Blick hat, plant schnell zu knapp. Steuer, Versicherung, Prüfungen, Wartung und ein Platz für den Winter kosten jedes Jahr Geld. Dazu kommt der Wertverlust, den viele beim Kauf unterschätzen, weil er nicht als Rechnung im Briefkasten landet.

In diesem Ratgeber bekommst du die aktuellen Einstiegspreise je Aufbauart, belegte Zahlen zum Gebrauchtmarkt und eine Übersicht aller einmaligen und laufenden Kosten. Dazu rechnen wir ein Beispieljahr komplett durch, zeigen dir, was eine Nacht im eigenen Wohnmobil tatsächlich kostet und wo du sparen kannst. Alle Zahlen stammen aus Herstellerlisten, Gesetzestexten, ADAC, PiNCAMP, promobil und weiteren Fachquellen (Stand Oktober 2026).

Was kostet ein neues Wohnmobil je nach Aufbauart?

Neue Camper Vans gibt es ab knapp 50.000 Euro, Teilintegrierte und Alkoven ab rund 58.000 bis 60.000 Euro, Integrierte ab rund 77.000 Euro und Liner ab knapp 159.000 Euro. Das sind Einstiegspreise ohne Pakete und ohne Überführung.

Wie stark die Aufbauart den Preis bestimmt, zeigt die Preisliste von Carado. Die Marke aus der Erwin Hymer Group baut alle vier gängigen Aufbauarten und nennt unverbindliche Preisempfehlungen für Deutschland. Für Liner und für die Marktspannen ergänzen wir Zahlen aus promobil und einer Marktübersicht von CamperStyle vom September 2026.

Neupreise nach Aufbauart: Einstiegsmodelle und Marktspannen (Stand Oktober 2026)

AufbauartEinstiegsbeispiel (Preis ab)Marktspanne laut FachpresseBesonderheit
Camper Van (Kastenwagen)Carado CV540 auf Peugeot: 48.249 EuroEinstieg rund 40.000 bis 45.000 Euro, meist 50.000 bis 75.000 Eurokompakt, alltagstauglich
TeilintegriertCarado T135 auf Citroën: 57.899 EuroEinstieg rund 60.000 Euro, Volumen bis 85.000 bis 90.000 EuroFahrerhaus des Basisfahrzeugs bleibt
AlkovenRimor Sarus: 58.660 Euro (Modelljahr 2026), Carado A132 PRO: 60.299 EuroEinstieg rund 60.000 Euro, über 100.000 Euro keine AusnahmeBett über dem Fahrerhaus
IntegriertCarado I338: 76.699 Euro, Forster I 745 QF: 79.900 Euro (Modelljahr 2026)Einstieg 75.000 bis 80.000 Euro, üblich 90.000 bis 150.000 EuroAufbau ersetzt das Fahrerhaus
LinerNiesmann + Bischoff Arto 84: 158.990 Euro (Modelljahr 2026)Morelo Home 78 L ab 189.900 Euro, Concorde Carver 790 LI ab 268.450 Euro, Megaliner über 1 Mio. Eurooft über 3,5 t zulässige Gesamtmasse
Carado zeigt bei vielen Modellen zusätzlich einen niedrigeren zweiten Preis, in der Tabelle steht jeweils der Grundpreis aus den technischen Daten. Die Preise für Rimor, Forster und die Liner stammen aus promobil-Übersichten zum Modelljahr 2026. Bemerkenswert: Integrierte gibt es laut promobil inzwischen ab rund 80.000 Euro, früher war so ein Aufbau unter 120.000 Euro kaum denkbar.

Welche Aufbauart zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie viele Personen mitreisen und wie viel Platz ihr braucht. Bettenformen und Raumaufteilungen vergleichst du im Ratgeber Wohnmobil-Grundrisse.

Was treibt den Preis eines neuen Wohnmobils nach oben?

Vor allem Basisfahrzeug, Getriebe, Ausstattungspakete und Nebenkosten wie die Überführung. Seit Juli 2026 kommen Pflicht-Assistenzsysteme für Neuzulassungen dazu.

Basisfahrzeug

Dasselbe Modell kostet je nach Basis unterschiedlich viel. Bei Carado liegt die Fiat-Variante bei CV540 PRO, T135 und A132 PRO jeweils 1.200 Euro über der Citroën-Variante. Ein Allrad-Camper auf Volkswagen, der CV595 4x4 X-EDITION, startet bei 88.599 Euro.

Automatik und Motor

Automatikgetriebe und stärkere Motoren sind meist Aufpreisoptionen. Carado listet für den CV540 PRO zum Beispiel ein 8-Gang-Automatikgetriebe und einen Motor mit 180 PS, nennt online aber keine Aufpreise. Bei Teilintegrierten, Integrierten und Alkoven auf Fiat Ducato mit Alko-Chassis gibt es laut promobil kein 6-Gang-Schaltgetriebe mehr, das Chassis werde künftig deutlich teurer und schwerer.

Ausstattungspakete

promobil warnt, dass Pflichtpakete, nötige Basis-Upgrades und Alltagsausstattung den Endpreis schnell nach oben treiben. Die 60.000-Euro-Marke bei Teilintegrierten sei oft ein theoretischer Ab-Preis. Jedes Extra kostet außerdem Zuladung: Beim CV540 darf die Sonderausstattung laut Carado höchstens 505 kg wiegen.

Überführung und neue Pflichtsysteme

Zum Listenpreis kommen laut promobil 1.000 bis 2.000 Euro Nebenkosten für Fracht, TÜV-Abnahme und Zulassung, vor allem bei Importmodellen. Seit Juli 2026 müssen neu zugelassene Wohnmobile außerdem die EU-Sicherheitsvorgaben GSR II erfüllen. Laut t-online werden sie dadurch nach Branchenschätzungen um 1.000 bis 3.000 Euro teurer.

Faustformel für Einsteiger

Addiere alle festen Fixkosten eines Jahres (Steuer + Versicherung + TÜV/Gas + Stellplatz) und teile sie durch die Anzahl der geplanten Urlaubsnächte. Liegt dieser Wert über der Tagesmiete, fährst du mit der Miete wirtschaftlich besser!

Achtung bei Anhängelast & Stützlast

Prüfe vorab Feld O.1 (gebremste Anhängelast) und Feld 13 (Stützlast) im Fahrzeugschein deines Autos. Die tatsächliche Masse des beladenen Wohnwagens darf die eingetragene Anhängelast unter keinen Umständen übersteigen.

Was kostet ein gebrauchtes Wohnmobil?

Ältere Gebrauchte um Baujahr 2010 beginnen laut einer Marktauswertung bei rund 16.500 bis 22.000 Euro. Im Preisfenster von 35.000 bis 45.000 Euro findest du laut promobil vor allem Fahrzeuge mit Erstzulassung zwischen 2008 und 2018.

Der Gebrauchtmarkt ist groß: 2025 wechselten laut CIVD 111.034 gebrauchte Reisemobile den Besitzer, 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittspreise veröffentlicht der Verband nicht. Zur Einordnung:

  • Einstieg: CamperStyle hat Ende September 2026 die Inserate eines großen Fahrzeugportals ausgewertet. Die günstigsten Angebote lagen bei 16.490 Euro für Kastenwagen, 21.990 Euro für Teilintegrierte und 18.990 Euro für Integrierte, jeweils um Baujahr 2010.
  • Mittelklasse: Im Fenster von 35.000 bis 45.000 Euro bestehen laut promobil etwa zwei Drittel des Angebots aus Campingbussen und Teilintegrierten. Rund zwei Drittel kommen von Händlern, Privatangebote liegen oft etwas darunter.
  • Schnäppchen: PiNCAMP nennt Angebote ab 5.000 Euro, dann aber mit Kosten für Modernisierung und Ersatzteile. Gut gepflegte Modelle können auch im fortgeschrittenen Alter noch 20.000 Euro wert sein.
  • Junge Gebrauchte: Hier lohnt der Vergleich mit dem Neupreis. CamperStyle nennt einen jungen Ex-Mietwagen für 67.490 Euro, der früher mit 92.550 Euro angeboten war, und bei einzelnen Lagerfahrzeugen Nachlässe von etwa 20 Prozent.

Ob der Preis eines bestimmten Fahrzeugs fair ist, entscheiden Zustand, Laufleistung und Wartungsnachweise. Wie du das sauber einschätzt, erklärt unser Ratgeber Wohnmobil-Wert ermitteln.

Welche einmaligen Kosten kommen beim Kauf dazu?

Beim Neukauf kommen Fracht, Abnahme und Zulassung dazu, und für Zubehör wie Markise, Fahrradträger und Solaranlage bist du schnell bei über 2.000 Euro. Beim Gebrauchtkauf entfällt die Überführung, für Zulassung und Nachrüstungen zahlst du trotzdem.

Einmalige Kosten beim Wohnmobilkauf (Beispiele mit Quelle)

PostenKostenQuelle und Hinweis
Fracht, Abnahme und Zulassung über den Händler1.000 bis 2.000 Europromobil 2022, vor allem bei Importmodellen
Überstellung zum Händlerbis zu 1.000 EuroPiNCAMP 2024
Zulassung in EigenregieGebühr rund 30 Euro, insgesamt 100 bis 200 Euro oder mehrpromobil 2026, je nach Aufwand
Markise mit 2,50 m Auszug785 bis 899 Euro plus Montagepromobil-Test 2017
FahrradträgerHeckwandträger ab 249 Euro, Kupplungsträger 349 bis 740,50 EuroHändlerpreise laut AUTO ZEITUNG 2025
Lastenträger1.149 bis 1.559 EuroHändlerpreise laut AUTO ZEITUNG 2025
SolaranlageModul 100 W ab rund 40 Euro, System mit Batterie meist über 1.000 EuroADAC 2026
Lithium-Aufbaubatterieab rund 180 Euro pro 100 AhADAC 2026
Viele Gebrauchte bringen Zubehör schon mit. Markisen sind laut promobil bei Fahrzeugen zwischen 35.000 und 45.000 Euro nahezu Standard, Solaranlagen und Zusatzbatterien häufige Nachrüstungen. Was dir noch fehlt, findest du unter [Camping-Zubehör](https://campuna.de/kategorie/camping-zubehoer) und [Fahrräder und Träger](https://campuna.de/kategorie/fahrraeder-traeger). Bevor du in Strom investierst, lohnt ein Blick in unseren Ratgeber zur [Wohnmobil-Batterie](https://campuna.de/artikel/wohnmobil-batterie).

Was kostet ein Wohnmobil im Unterhalt pro Jahr?

In unserer Beispielrechnung aus belegten Einzelposten kostet ein 3,5-Tonner ohne Wertverlust, Sprit und Kredit rund 1.570 bis 3.880 Euro im Jahr. Die größten festen Posten sind Versicherung und Inspektion.

Unterhaltskosten eines Wohnmobils bis 3,5 t im Überblick

PostenKostenTurnus und Quelle
Kfz-Steuer240 Euro bei 3.500 kg und Schadstoffklasse S 4jährlich, § 9 KraftStG
Haftpflichtrund 150 bis 600 Eurojährlich, Richtwert AUTO ZEITUNG 2026
Teilkaskorund 300 bis 800 Eurojährlich, Richtwert AUTO ZEITUNG 2026
Vollkaskorund 500 bis über 1.500 Eurojährlich, Richtwert AUTO ZEITUNG 2026
HU mit Abgasuntersuchung117 bis 165 Euroalle 24 Monate, erstmals nach 36 Monaten, promobil 2026
Gasprüfung40 bis 80 Euroalle 2 Jahre, ADAC 2026
Dichtigkeitsprüfung60 bis 200 Eurojährlich als Garantievoraussetzung, PiNCAMP
Inspektion Basisfahrzeugrund 570 bis über 1.100 Euroje nach Intervall, Beispiel Fiat Ducato
ReifenWinterradsatz rund 1.400 Eurobei Bedarf, promobil 2026
Abstellplatz15 bis 120 Euro pro Monatje nach Art und Lage, promobil 2026
Wertverlust20 Prozent im 1. Jahr, 12 Prozent im 2. Jahr, danach 8 bis 10 ProzentFaustregel PiNCAMP
Kreditzinsen4 bis 7 Prozentnur bei Finanzierung, promobil 2026

Kfz-Steuer

Wohnmobile haben eine eigene Steuerregel nach Gewicht und Schadstoffklasse. Laut § 9 KraftStG zahlst du ab Schadstoffklasse S 4 je angefangene 200 kg bis 2.000 kg 16 Euro, für jede weitere angefangene 200 kg 10 Euro. Für 3.500 kg sind das 160 plus 80 Euro, also 240 Euro im Jahr. In den Klassen S 3 und S 2 steigt der Satz bis 2.000 kg auf 24 Euro, das ergibt 320 Euro. Gedeckelt ist die Steuer bei S 4 auf 800 Euro, bei S 3 und S 2 auf 1.000 Euro. Ein auf 4.250 kg aufgelastetes Wohnmobil kostet mit S 4 entsprechend 280 Euro.

Versicherung

Die Spanne ist groß, weil Schadenfreiheitsklasse, Region, Fahrerkreis, Fahrzeugwert und Abstellplatz zählen. In einem promobil-Tarifvergleich kostete die Kombination aus Haftpflicht und Vollkasko mit 500 Euro Selbstbeteiligung für einen Kastenwagen mit 50.000 Euro Grundpreis zwischen 468 und 2.719,35 Euro im Jahr. Die Preise stammen allerdings von 2021. Für 2025 berichteten promobil-Leser von Erhöhungen um bis zu 60 Prozent, ein Anruf beim Versicherer oder ein Wechsel brachte teils deutlich günstigere Angebote.

HU, Gasprüfung und Dichtigkeitsprüfung

Bis 3,5 t musst du alle 24 Monate zur HU, als Neufahrzeug erstmals nach 36 Monaten. promobil nennt für HU und AU 117 bis 165 Euro, der ADAC bei Pkw bis 3,5 t einen Bundesschnitt von rund 163 Euro. Über 3,5 t ist ab dem sechsten Jahr jedes Jahr eine HU fällig. Die Gasprüfung kostet laut ADAC meist 40 bis 80 Euro und ist seit dem 19.06.2025 alle zwei Jahre Pflicht. Ablauf und Vorbereitung beschreibt unser Ratgeber Gasprüfung beim Wohnmobil. Für die Dichtigkeitsprüfung nennt PiNCAMP 60 bis 200 Euro, sie ist einmal im Jahr Voraussetzung für die Dichtigkeitsgarantie vieler Hersteller.

Wartung und Reifen

Beim Wohnmobil wartest du zwei Fahrzeuge in einem. Motor, Getriebe und Fahrwerk betreut laut ADAC eine Nutzfahrzeugwerkstatt, Gas, Wasser, Elektrik und Aufbau eine Camperwerkstatt. Für eine Inspektion am Fiat Ducato kalkuliert das Werkstattportal repareo rund 570 Euro beim Service nach 30.000 km oder 12 Monaten und ab 1.100 Euro beim größeren Service nach 60.000 km oder vier Jahren. Ein Winterradsatz für den Ducato kostet laut promobil inklusive Felgen, Montage und Reifendrucksensoren etwa 1.400 Euro. Passende Fachbetriebe findest du unter Camping-Services.

Abstellplatz und Winterlager

Stellst du das Wohnmobil nicht zu Hause ab, brauchst du einen Platz. Für 2026 nennt promobil pro Monat 20 bis 40 Euro für eine Freifläche auf dem Land, 30 bis 60 Euro in der Stadt, 40 bis 70 Euro für einen Carport in der Stadt und 50 bis 120 Euro für einen Hallenplatz. Privat in einer Scheune oder auf einem Hof sind es 15 bis 40 Euro. Oft verlangen Vermieter eine Kaution von ein bis zwei Monatsmieten und drei bis sechs Monate Vorauszahlung. Plätze findest du unter Stellplätze, die Vorbereitung im Ratgeber Wohnmobil winterfest machen.

Wie hoch ist der Wertverlust beim Wohnmobil?

Als Faustregel nennt PiNCAMP rund 20 Prozent im ersten Jahr, 12 Prozent im zweiten und danach 8 bis 10 Prozent pro Jahr. Bei 60.000 Euro Kaufpreis wären das im ersten Jahr etwa 12.000 Euro.

Die Werte aus dem PiNCAMP-Ratgeber sind eine Annahme, kein Rechenergebnis für dein Fahrzeug. Ob sich die Prozente auf den Neupreis oder den jeweiligen Restwert beziehen, lässt die Quelle offen. Wie viel du tatsächlich verlierst, hängt stark vom Markt ab. Rabatte auf Neufahrzeuge drücken auch die Preise junger Gebrauchter, wie das Beispiel des Ex-Mietwagens oben zeigt.

Für dich heißt das: Kaufst du neu, ist der Wertverlust in den ersten Jahren meist der größte Kostenpunkt.

Was kostet es, ein Wohnmobil zu finanzieren?

Bei 4 bis 7 Prozent Zinsen zahlst du für 36.000 Euro Kredit über fünf Jahre rund 3.800 bis 6.800 Euro Zinsen. Dazu verlangen Banken bei Wohnmobilen oft eine hohe Anzahlung.

Laut promobil liegen klassische Fahrzeugkredite derzeit bei 4 bis 7 Prozent. Bei Wohnmobilen tendieren Haus- und Händlerbanken zu 40 Prozent Anzahlung, bei 60.000 Euro also mindestens 24.000 Euro Eigenkapital. Unsere Beispielrechnung finanziert die restlichen 36.000 Euro über 60 Monate als Ratenkredit, ohne Gebühren:

  • Bei 4 Prozent: rund 663 Euro im Monat, zusammen etwa 3.780 Euro Zinsen.
  • Bei 7 Prozent: rund 713 Euro im Monat, zusammen etwa 6.770 Euro Zinsen.

Eine Ballonfinanzierung senkt die Monatsrate, endet aber mit einer Schlussrate von oft 30 bis 50 Prozent des Kaufpreises.

Wie sieht ein komplettes Beispieljahr aus?

Für einen Teilintegrierten für 60.000 Euro kommen wir auf rund 1.570 bis 3.880 Euro laufende Kosten, im ersten Jahr plus etwa 12.000 Euro Wertverlust. Die Tabelle ist eine eigene Modellrechnung aus den Quellen oben.

Beispieljahr: Teilintegrierter, 60.000 Euro, 3.500 kg, Schadstoffklasse S 4

PostengünstigteuerAnnahme
Kfz-Steuer240 Euro240 Euro§ 9 KraftStG
Haftpflicht und Vollkasko500 Euro1.500 EuroRichtwerte AUTO ZEITUNG, promobil-Stichprobe
HU mit AU, auf ein Jahr umgelegt58,50 Euro82,50 Euro117 bis 165 Euro alle 2 Jahre
Gasprüfung, umgelegt20 Euro40 Euro40 bis 80 Euro alle 2 Jahre
Dichtigkeitsprüfung60 Euro200 Euroeinmal im Jahr
Inspektion Basisfahrzeug570 Euro1.100 Eurokleiner oder großer Service
Abstellplatz, 6 Wintermonate120 Euro720 EuroFreifläche auf dem Land bis Halle in der Stadt
Laufende Kosten1.568,50 Euro3.882,50 Euroohne Sprit, Maut, Campingplätze, Reifen
Wertverlust im 1. Jahr12.000 Euro12.000 Euro20 Prozent nach PiNCAMP-Faustregel
Gesamt im 1. Jahr13.568,50 Euro15.882,50 Euroohne Finanzierung
Finanzierst du, kommen in diesem Beispiel im Schnitt rund 760 bis 1.350 Euro Zinsen pro Jahr dazu. Reifen fallen nicht jedes Jahr an, eine Rücklage dafür ist trotzdem sinnvoll.

Was kostet eine Nacht im eigenen Wohnmobil?

Teile deine Jahreskosten durch die Nächte, die du wirklich unterwegs bist. Bei 40 Nächten sind es im Beispiel rund 39 bis 97 Euro pro Nacht für die laufenden Kosten, mit dem Wertverlust des ersten Jahres rund 339 bis 397 Euro.

Kosten pro Nacht im Beispieljahr (gerundet)

Nächte pro Jahrlaufende Kosten pro Nachtmit Wertverlust im 1. Jahr
2078 bis 194 Euro678 bis 794 Euro
4039 bis 97 Euro339 bis 397 Euro
6026 bis 65 Euro226 bis 265 Euro
Sprit, Maut und Platzgebühren unterwegs kommen noch dazu. Was eine konkrete Tour kostet, rechnest du mit dem [Reisekostenrechner](https://campuna.de/reisekostenrechner) aus. Sparen kannst du auf Reisen mit [kostenlosen Stellplätzen](https://campuna.de/artikel/kostenlose-stellplaetze-wohnmobil), wenn du die Regeln vor Ort kennst.

Zum Vergleich: promobil hat 2025 für einen finanzierten Kastenwagen ermittelt, dass der Kauf ab dem zweiten Jahr erst ab etwa acht Wochen Nutzung pro Jahr günstiger ist als eine Miete in der Hauptsaison. Gerechnet wurden dabei nur die Kreditraten, ohne Steuer, Versicherung und Wartung. Wer nur zwei oder drei Wochen im Jahr fährt, sollte beide Varianten durchrechnen.

Wie kannst du bei Kauf und Unterhalt sparen?

Die größten Hebel sind Kaufzeitpunkt, Basisfahrzeug und Versicherung. Bei Steuer und Prüfungen ist dagegen wenig Spielraum.

  • Junge Gebrauchte prüfen: Ein zwei bis drei Jahre altes Fahrzeug hat nach der Faustregel den stärksten Wertverlust hinter sich. Ex-Mietwagen und Lagerfahrzeuge sind laut CamperStyle teils deutlich unter dem früheren Preis zu haben.
  • Basisfahrzeug vergleichen: Bei Carado spart die Citroën-Basis gegenüber Fiat beim gleichen Modell 1.200 Euro.
  • Pakete ausmisten: Nimm nur, was du wirklich nutzt. Jedes Extra kostet Geld und Zuladung.
  • Versicherung jährlich vergleichen: Höhere Selbstbeteiligung, Garage oder Rabatte senken den Beitrag. Ein promobil-Leser bekam für ein GFK-Dach 20 Prozent Nachlass.
  • Abstellplatz auf dem Land wählen: Eine Freifläche auf dem Land kostet laut promobil 20 bis 40 Euro im Monat, eine Halle in der Stadt 70 bis 120 Euro.
  • HU klug legen: Manche Werkstätten bieten die HU zusammen mit der ohnehin fälligen Inspektion günstiger an. Nachkontrollen kosten extra.
  • Saisonkennzeichen nutzen: Steuer und Kfz-Versicherung zahlst du laut HUK-COBURG nur für den Nutzungszeitraum von zwei bis elf Monaten. Außerhalb der Saison darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen stehen.

Unser Fazit: Plane mit dem Endpreis und den echten Jahreskosten

Ein neues Wohnmobil kostet ab knapp 50.000 Euro, die meisten Teilintegrierten, Alkoven und Integrierten liegen deutlich darüber. Rechne immer mit dem Endpreis inklusive Überführung, Paketen und Zubehör, nicht mit dem Einstiegspreis aus dem Prospekt. Für den Unterhalt eines 3,5-Tonners solltest du ohne Wertverlust, Sprit und Kredit grob 1.500 bis 3.900 Euro im Jahr einplanen.

Der größte Posten bleibt der Wertverlust. Wer ihn klein halten will, schaut sich gepflegte junge Gebrauchte an und prüft Wartungsnachweise und Dichtigkeitsprotokolle genau. Passende Fahrzeuge von privat und vom Händler findest du unter Wohnmobile und Camper auf Campuna. Wie du beim Privatkauf sicher bezahlst, erklären wir unter Sicher handeln.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viel kostet ein Wohnmobil im Monat?
In unserer Beispielrechnung für einen 3,5-Tonner für 60.000 Euro sind es rund 130 bis 325 Euro im Monat. Darin stecken Steuer, Versicherung, Prüfungen, Inspektion und ein Abstellplatz für den Winter. Sprit, Campingplätze, Kreditraten und Wertverlust kommen dazu. Allein der Wertverlust kann im ersten Jahr nach der PiNCAMP-Faustregel rund 1.000 Euro pro Monat ausmachen.
Wie viel Kfz-Steuer zahlt man für ein Wohnmobil?
Wohnmobile werden nach zulässiger Gesamtmasse und Schadstoffklasse besteuert. Ab Schadstoffklasse S 4 zahlst du je angefangene 200 kg bis 2.000 kg 16 Euro, darüber 10 Euro. Ein Wohnmobil mit 3.500 kg kostet so 240 Euro im Jahr, in den Klassen S 3 und S 2 sind es 320 Euro. Bei S 4 ist die Steuer auf höchstens 800 Euro gedeckelt.
Was kostet ein gutes gebrauchtes Wohnmobil?
Das hängt vor allem von Alter, Aufbauart und Zustand ab. Im Preisfenster von 35.000 bis 45.000 Euro findest du laut promobil überwiegend Fahrzeuge mit Erstzulassung zwischen 2008 und 2018, meist Campingbusse und Teilintegrierte. Günstigere Angebote sind oft älter und brauchen mehr Pflege. Achte auf lückenlose Wartungsnachweise und eine aktuelle Dichtigkeitsprüfung.
Gibt es neue Wohnmobile unter 50.000 Euro?
Ja, vor allem bei Camper Vans. Carado nennt für den CV540 auf Peugeot eine unverbindliche Preisempfehlung von 48.249 Euro, CamperStyle sieht den Einstieg bei Kastenwagen bei rund 40.000 bis 45.000 Euro. Rechne aber Überführung, Zulassung und nötige Pakete dazu. Dann kann der Endpreis die Marke von 50.000 Euro überschreiten.
Was kostet die Versicherung für ein Wohnmobil?
Als Richtwerte nennt AUTO ZEITUNG rund 150 bis 600 Euro für die Haftpflicht, 300 bis 800 Euro für die Teilkasko und 500 bis über 1.500 Euro für die Vollkasko im Jahr. Den Beitrag bestimmen Schadenfreiheitsklasse, Region, Fahrerkreis, Fahrzeugwert und Abstellplatz. Weil die Angebote weit auseinanderliegen, lohnt sich jedes Jahr ein Vergleich.

Quellen & Transparenz

  1. Carado: Wohnmobile, unverbindliche Preisempfehlungen für Deutschland (abgerufen 27.10.2026)
  2. promobil: Alkoven-Wohnmobile 2026, alle Neuheiten im Check (07.08.2025)
  3. promobil: Integrierte Wohnmobile ab 80.000 Euro (19.08.2025)
  4. promobil: Luxus-Wohnmobile 2026, vom Alkoven bis zum Megaliner (12.08.2025)
  5. CamperStyle: Wohnmobil kaufen 2026, was es wirklich kostet (30.09.2026)
  6. § 9 Kraftfahrzeugsteuergesetz: Steuersätze für Wohnmobile
  7. AUTO ZEITUNG: Wohnmobil-Versicherung, Kosten, Leistungen und Tipps (25.03.2026)
  8. promobil: Wie oft muss das Wohnmobil zum TÜV? (23.07.2026)
  9. promobil: Winter-Abstellplätze für Wohnmobile, Kosten und Anbieter (23.07.2026)
  10. PiNCAMP by ADAC: Wohnmobil verkaufen, Ratgeber mit Wertverlust-Faustregel (25.04.2024)
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21. Okt. 2026•6 Min.

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Frei stehen ist in Deutschland möglich, aber nur mit klaren Regeln. Hier erfährst du, wo du legal und kostenlos übernachten darfst, welche Apps dir bei der Suche helfen und worauf du bei Entsorgung und Etikette achten solltest.

Campuna-Redaktion
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